Rattelsdorf lässt Derbytugenden und Torschüsse vermissen

1:0 (1:0)

 

Eine verdiente Niederlage kassierte die SpVgg Rattelsdorf in Kemmern und stand am Ende vom Spiel ohne Trainer da. Christian Schneidereit erklärte nach nur drei Spielen aus persönlichen Gründen völlig überraschend seinen Rücktritt. Der SC Kemmern feierte seinen ersten Dreier der Saison nach dem geglückten Kreisligaaufstieg und bescherte so seinem verletzten Spielertrainer Kutzelmann das perfekte Geburtstagsgeschenk.

Rattelsdorf reiste mit einer 0:2 Derbyniederlage von der Vorwoche gegen Zapfendorf im Gepäck nach Kemmern. Die Grün-weißen zogen am ersten Spieltag eben gegen jenen Gegner auch mit 0:2 den Kürzeren. Gegen Hirschaid konnte die Mannschaft um Spielertrainer Kutzelmann, der Kemmern aufgrund eines Kreuzbandrisses im Spieljahr 2017 fehlen wird, zumindest einen Punkt ergattern. Ein Tor blieb den Gastgebern bis dato also verwehrt. Nicht zuletzt auch wegen des Fehlens von Torgarant Görtler, der noch ein paar Wochen passen muss, ehe er seiner Mannschaft wieder helfen kann.

Dementsprechend abwartend begann Kemmern die Partie und überließ Rattelsdorf das Spiel, die damit so ihre Probleme hatten. Nach vorne fehleten die Idden und kam man doch mal vorne an wurde der letzte Pass zu ungenau gespielt. Nach gut einer Viertelstunde gab es dann den ersten Aufreger der Partie. Nach einem Eckball köpfte Welzer auf das Tor vor TW Schuberth. Der junge 18 jährige Schlussmann konnte den Ball nicht gleich festhalten und schaufelte den Ball im Nachfassen dann gerae noch so über die Linie.

Danach wurde Kemmern mutiger, auch bedingt durch eine extrem hohe Fehlerquote der Rattelsdorfer Mannschaft im Aufbauspiel und das obwohl wenig Tempo im Spiel war. Dieses Tempo nahm dann Kemmern an, um durch schnelles Umschaltspiel das Tor der Gäste in Gefahr zu bringen. Benoit scheiterte dabei einmal aus spitzem Winkel an der Fußabwehr von Keeper Neundorfer. Nach einer halben Stunde forderte der Gastgeber Elfmeter. Neundorfer ging zögerlich aus seinem Tor zum Ball von der Seite kam ein Kemmerer Stürmer und suchte den Kontakt. Eine 50:50 Entscheidung! Bis dahin hatte Kemmern durch mehr Siegeswillen und Einsatz die Spielkontrolle übernehmen, ohne aber mit großartig Ballbesitz zu glänzen. So deutete sich das erste Tor nur so an. Nach 35 Minuten war es auch so weit. Rattelsdorf konnte nach einer Ecke nur unzureichend klären. Über Umwege gelang der Ball zu Benoit der aus 10 Metern keine Mühe hatte den Ball im Tor unter zu bringen.

Im Anschluss weiter Rattelsdorf völlig von der Rolle und ohne Selbstvertrauen. Nach einem Absprachefehler zwischen Derra und Neundorfer, bügelte letzterer den Fehler gerade so noch aus und spizelte dem Sportclub Stürmer den Ball och vom Fuß. Nach vorne ging weiterhin auch nichts.

In der Pause dann dicke Luft in der Kabine der Gäste, die nochmal den Bock umstoßen wollten. Doch die zweite Halbzeit war ein verzweifeltes Anrennen, an deren Ende bis zur 90. Minute ein einziger Torschuss stand. Bischof zog nach 70 Minuten aus 16 Metern ab, aber brachte keinen Druck hinter den Ball, sodass Keeper Schuberth ohne Probleme den Ball aufnehmen konnte. Dass die Partie trotz fehlender spielerischer Akzente der Rattelsdorfer noch spannend blieb, lag an der Heimelf selbst. Die etliche Konter schlampig ausspielten und somit trotzdem bis zum Schluss zittern mussten. Symptomatisch für den Rattelsdorfer Auftritt war, dass der 19-jährige Debütant Felix Elflein sich als einziger Bestnoten verdiente.

Fazit:

Für beide Mannschaften wird es extrem schwer mit solchen Leistungen zu bestehen. Rattelsdorf ließ viel im Spiel und pysisch vermissen. Kemmern muss sich ankreiden lassen seine Konter wirklich schlecht ausgespielt zu haben. Das rächt sich gegen gestandene Kreisligateams wohl definitiv! Der Heimelf kann man aber Willensstärke und Einsatz attestieren. Hinten steht der Laden meist sicher und vorne hofft man auf eine baldige Rückkehr von Görtler.

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